Freundschaftsgesellschaft Meissen-Arita/Japan e.V.
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Meißen hilft Arita
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(SZ vom 16.08.2011)

Der Jugendaustausch mit der japanischen Partnerstadt Arita wird noch in diesem Jahr fortgesetzt. "Vom 20. bis 31. Oktober reisen etwa 15 Meißner nach Japan", kündigt der Chef der Freundschaftsgesellschaft Meißen-Arita e.V. Kay Leonhardt an. Die seit Beginn des Austausches 20. Reise hatte ursprünglich im März stattfinden sollen, war aber wegen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophen im mehr als 1000 Kilometer von Arita entfernten Norden der Insel Honshu zunächst abgesagt worden.

Die Meißner werden in der japanischen Partnerstadt bei Gastfamilien untergebracht. Das Programm für den Besuch bereiten Mitglieder der Freundschaftsgesellschaft Arita-Meißen vor. Zum Programm gehört auch ein Besuch in der Stadt Nagasaki, die am 9.August 1945 nach Hiroshima Opfer eines Atombomben-Abwurfes wurde.

Bei den diesjährigen Gedenkfeierlichkeiten hatten Vertreter der japanischen Regierung in Nagasaki angekündigt, dass Japan nach Alternativen zur friedlichen Nutzung der Kernenergie suchen werde. Hier, aber auch in Begegnungen mit den Einwohnern von Arita oder Mitgliedern der Freundschaftsgesellschaft werden die Besucher aus Meißen "spannende Begegnungen" erwarten, ist Kay Leonhardt überzeugt.

Über 70000 Euro Spenden

Beim bevorstehenden Jubiläums-Austausch solle auch eine erste Bilanz zur gemeinsamen Aktion "Meißen hilft Japan" gezogen werden. Neben weiteren Spenden werden die Besucher nach Japan auch Kinderzeichnungen und Briefe mit Wünschen für die von den Katastrophen Betroffenen mitnehmen. Innerhalb der von Kay Leonhardt unmittelbar nach der Katastrophe vom 13. März initiierten Spendenaktion "Meißen hilft Japan" sind mittlerweile über 70000 Euro gesammelt worden.

Bereits im Mai waren Anne und Sebastian Möbius vom Verein nach Arita gereist, um dort 65000 Euro, die 7,5 Millionen japanischen Yen entsprechen, zu übergeben. Vertreter der japanischen Partnerstadt sowie Mitglieder der dortigen Freundschaftsgesellschaft Arita-Meißen hatten dafür gesorgt, dass das Geld aus Meißen für den Wiederaufbau eines Kindergartens im Katastrophengebiet sowie zum Anschaffen von Geschirr-Erstausstattungen für obdachlos gewordene Menschen zur Verfügung gestellt wurde.

Wie Kay Leonhardt erklärt, soll das Spendenkonto der Aktion weitergeführt werden. Noch immer werden dort Zahlungseingänge registriert.

Das Geld soll auch dafür verwendet werden, um in den kommenden Jahren Menschen aus dem Katastrophengebiet einen Aufenthalt in Deutschland - für ein Praktikum, zur Ausbildung oder zur Erholung - zu ermöglichen. "Für solche Projekte sind Anschubfinanzierungen nötig, um dafür auch Fördermittel nutzen zu können", so Kay Leonhardt. Im kommenden Jahr soll der Austausch zwischen den Partnerstädten fortgesetzt werden. Im Frühjahr erwartet Meißen eine Delegation aus Arita. Der Gegenbesuch der Meißner in Arita im darauf folgenden Jahr soll dann wieder im Herbst stattfinden. Harald Daßler

Für die Reise vom 20. bis 31. Oktober können sich noch Interessenten melden. Der Eigenanteil beträgt 1100 Euro für die Flugkosten.

Spendenkonto der Freundschaftsgesellschaft Meißen-Arita e.V. Nr. 7427141009 bei der Volksbank Raiffeisenbank Meissen Großenhain eG, BLZ 85095004, Verwendungszweck: Hilfe für Japan

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Besuche: 570; davon heute: 1